RCE Ruhr

Kompetenzpartner Wasser

Die Emschergenossenschaft wurde 1899 in Bochum als Deutschlands erster Wasserwirtschaftsverband gegründet. Ihre Aufgaben sind seitdem unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz.

Die Emschergenossenschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und wird durch ihre Mitglieder – Städte, Industrie und Bergbau – getragen und finanziert.

Die Emschergenossenschaft erhielt 2014 für den „Emscher-Umbau als Beispiel für ein partizipatives Ökogroßprojekt, zusammen mit der Emscherkunst als Vermittlungsmedium“ die Auszeichnung „Offizielle Maßnahme der UN-Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und ist damit Bestandteil des Nationalen Aktionsplans für Deutschland.

Das übergeordnete Ziel dieser Dekade-Maßnahme besteht in der Verlegung des größtenteils noch offenen Schmutzwasserlaufs Emscher unter die Erde und der ökologischen Umgestaltung des Flusses und seiner Nebenläufe hin zu natürlichen Gewässerlandschaften. Die Planungen für den Emscher-Umbau begannen im Jahr 1992 und dauern bis 2020 an. Die Emschergenossenschaft investiert 5,266 Milliarden Euro in dieses Großprojekt und kooperiert dabei mit zahlreichen nationalen und internationalen Bildungseinrichtungen sowie anderen BNE-Partner*innen aus der Region, auch über das Ende des Emscher-Umbaus hinaus. Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche, die Wirtschaft, Mensch und Natur an die Emscher haben, in ein nachhaltig vertretbares Gleichgewicht zu bringen – das ist im Wesentlichen die Aufgabe der Emschergenossenschaft als Flussmanagerin der Region.

Der Emscher-Umbau erfolgt in vielfältiger Kooperation mit Hochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen der Region. Die Emschergenossenschaft greift auf ein großes Netzwerk von BNE-Partner*innen zurück, zu denen z.B. die Dekade-Kommunen Gelsenkirchen und Dinslaken, die Innovation-City Bottrop und der NABU gehören, und sie kooperiert in verschiedenen Themenfeldern mit dem Färbergartennetzwerk sevengardens und mit der Initiative „Metropole machen“. Als Beispiele sind hier der Aufbau des Emschermündungshofes als Informations- und Lernzentrum genannt oder der Färbergarten am Bernepark in Bottrop-Ebel. Bei der Verankerung des Themas „Emscher-Umbau“ insbesondere in die Bildungskontexte der non-formalen und informellen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) ist die Kooperation mit zahlreichen Bottom-up-Initiativen der Metropolregion ausdrücklich gewünscht.

Mit der 2012 begründeten Dialogreihe „Emscher-Lippe-Gespräche zur Nachhaltigen Wasserwirtschaft“ wird in einem größeren Forum das Gespräch mit den regionalen Stakeholder*innen zu ökologischen, ökonomischen, sozialen, politischen und kulturellen Fragen gefördert. Unter dem Motto „Bildung am Fluss“ setzt sich die Emschergenossenschaft für eine Verzahnung mit weiteren Bildungsträger*innen in der Region ein. Die Kunst- und Kulturprojekte binden internationale sowie regionale Akteur*innen ein und stellen Verbundenheit mit dem stattfindenden Wandel und dem Austausch in der Region her.

Der Emscher-Umbau erreicht die gesamte Metropolregion, insbesondere die Anwohner*innen entlang der Emscher sowie ihren Nebenläufen. Mit Hilfe der Kunst wird der Emscher-Umbau einem breiteren Publikum nahegebracht, das mit Abwasserentsorgung und Siedlungswasserwirtschaft zunächst nicht viel anfangen könnte. Die „Emscherkunst.2013“ beispielsweise erreichte ca. 255.000 Besucher*innen.

Kontakt und weitere Informationen:

Emschergenossenschaft

Kronprinzenstraße 24

45128 Essen

Telefon: +49 (0)201-104-2630

Fax: +49 (0)201-104-2692

info@eglv.de

http://www.eglv.de

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